{"id":1650,"date":"2017-06-19T17:10:35","date_gmt":"2017-06-19T15:10:35","guid":{"rendered":"http:\/\/goethe-schule-harburg.schulhomepages.hamburg.de\/?p=1650"},"modified":"2017-06-19T17:21:35","modified_gmt":"2017-06-19T15:21:35","slug":"das-physik-profil-besucht-desy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/goethe-schule-harburg.hamburg.de\/?p=1650","title":{"rendered":"Das Physik-Profil besucht DESY"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Wissenschaftsstandort Hamburg besch\u00e4ftigt sich derzeit unser Physik-Oberstufenprofil. Am 13. Juni 2017 statteten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der wahrscheinlich wichtigsten Forschungseinrichtung der Stadt einen Besuch ab: dem Deutschen Elektronen-Synchrotron, kurz: <a href=\"http:\/\/www.desy.de\/\">DESY<\/a>.<\/p>\n<p>Die Forscher bei DESY arbeiten mit Teilchenbeschleunigern. Um deren Funktionsweise verstehen zu k\u00f6nnen, muss man zun\u00e4chst wissen, so Nina Fuhrmann, Sch\u00fclerin des Physik-Profils, dass unsere Welt aus winzigen Teilchen, den Atomen, besteht. Ein Atom, so erkl\u00e4rt Nina weiter, setzt sich aus Neutronen, die elektrisch neutral sind, Protonen, die positiv geladen sind, und Elektronen mit negativer Ladung zusammen. Die Teilchenbeschleuniger bei DESY bringen diese Bestandteile des Atoms nun in teils kilometerlangen R\u00f6hren auf hohe Geschwindigkeiten \u2013 bis fast an die Lichtgeschwindigkeit, auf ann\u00e4hernd 300 000 Kilometer pro Sekunde. Magnetische Felder, erzeugt von gewaltigen supraleitenden Magneten, sind n\u00f6tig, um die Teilchen auf ihren Bahnen zu halten oder sie gegeneinander zu lenken. Die Absicht der Wissenschaftler: Sie wollen durch die zerst\u00f6rerische Wirkung einer Frontalkollision die kleinsten Bausteine der Materie entdecken und damit schlussendlich der gro\u00dfen Frage nach der Funktionsweise des Universums ein St\u00fcckchen n\u00e4her kommen.<\/p>\n<p>Doch dabei, so gibt Noah Eichblatt zu bedenken, der wie Nina das Physik-Profil besucht, werden die Beschleuniger mittlerweile nicht allein f\u00fcr Teilchenversuche verwendet, sondern vermehrt, um sogenannte Synchrotronstrahlung zu erzeugen. Mit Hilfe dieser elektromagnetischen Wellen k\u00f6nnen Chemiker, Materialwissenschaftler und Biologen verschiedenste Materialien besonders genau unter die Lupe nehmen. Mediziner sehen in den Anlagen des DESY eine vielversprechende Chance zur Bek\u00e4mpfung von Tumoren und damit zur Heilung von Krankheiten wie Krebs.<\/p>\n<div id=\"attachment_1651\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/goethe-schule-harburg.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/155\/2017\/06\/2017_06_18_desy_01.jpg\" data-rel=\"lightbox\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1651\" class=\"wp-image-1651 size-medium\" src=\"https:\/\/goethe-schule-harburg.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/155\/2017\/06\/2017_06_18_desy_01-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1651\" class=\"wp-caption-text\">Experiment im Unterricht<\/p><\/div>\n<p>H\u00f6hepunkt der zweist\u00fcndigen F\u00fchrung \u00fcber den DESY-Campus war der Besuch im inzwischen stillgelegten Teilchenbescheuniger <a href=\"http:\/\/www.desy.de\/forschung\/anlagen__projekte\/hera\/index_ger.html\">HERA<\/a>, der sich in einer kilometerlangen ovalen R\u00f6hre im Hamburger Untergrund erstreckt. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zeigten sich fasziniert von der Komplexit\u00e4t der technischen Anlage. Besondere Aufmerksamkeit zogen die Spuren einer Explosion an der Decke des Tunnels auf sich. Sie sind die Folge eines Unfalls, bei dem die K\u00fchlung w\u00e4hrend des Betriebs ausgefallen war, und verdeutlichen die in der Anlage wirkenden Kr\u00e4fte auf beeindruckende Weise.<\/p>\n<div id=\"attachment_1653\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/goethe-schule-harburg.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/155\/2017\/06\/2017_06_18_desy_02.jpg\" data-rel=\"lightbox\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1653\" class=\"wp-image-1653 size-medium\" src=\"https:\/\/goethe-schule-harburg.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/155\/2017\/06\/2017_06_18_desy_02-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1653\" class=\"wp-caption-text\">Elektronenbahnen sichtbar gemacht<\/p><\/div>\n<p>Empfehlen w\u00fcrden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die F\u00fchrung jedem, der sich f\u00fcr Naturwissenschaft interessiert. Auf dem DESY-Gel\u00e4nde kommt man in direkten Kontakt mit den Wissenschaftlern und kann physikalische Forschung anschaulich erfahren. Nicht zuletzt macht einen der Besuch, so Ninas Fazit, ein St\u00fcck weit stolz, in Hamburg eine Forschungsanlage zu haben, die uns derart weltver\u00e4ndernde Erkenntnisse liefert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Wissenschaftsstandort Hamburg besch\u00e4ftigt sich derzeit unser Physik-Oberstufenprofil. Am 13. Juni 2017 statteten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der wahrscheinlich wichtigsten Forschungseinrichtung der Stadt einen Besuch ab: dem Deutschen Elektronen-Synchrotron, kurz: DESY. Die Forscher bei DESY arbeiten mit Teilchenbeschleunigern. 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