Weihnachtsgruß

Dat Joahr geiht to Ind

Ein musikalischer Weihnachtsgruß der GSH

Wenn alle Konzerte abgesagt sind, wenn im Unterricht unter großen Abstandsauflagen nur noch in der Aula und der Sporthalle musiziert werden kann, wenn Weihnachten naht und die GSH-Großfamilie sich nicht in der Friedrich-Ebert-Halle zu den traditionellen Weihnachtskonzerten treffen kann – dann macht die GSH Musik! Mit möglichst vielen Schülerinnen und Schülern. Da das nicht zeitgleich mit allen gemeinsam in Coronazeiten geht, war die Idee schnell geboren: Ein Film sollte entstehen als musikalischer Weihnachtsgruß.

Rolf Zuckowski wurde für das Projekt gewonnen und musizierte mit uns sein Lied „Dat Joahr geiht to Ind“, das Herzstück aus jedem Weihnachtsliederfinale der Konzerte, bei dem der ganze Saal gewöhnlich glückselig mitsingt und auf den Rängen die Handylichter geschwungen werden.

Bis dahin war es ein weiter Weg: Peter Schuldt schrieb das umfangreiche Arrangement für alle Instrumente und Chöre, es wurde in den Musikprofilen und Ensembles fleißig geprobt und die Audioaufnahmen wurden unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in der Aula der Schule angefertigt. Vorher gab es noch ein nach Kohorten getrenntes Einsingen in der Kletterhalle, und dann ging es in die gut durchlüftete und eiskalte Aula, in der für jede und jeden aus einer Gruppe ein eigenes Mikrofon aufgebaut war und immer zwischendurch desinfiziert wurde. Timo Czech, ehemaliger Schüler der GSH und bis heute treuer Unterstützer und Begleiter diverser musikalischer Aktivitäten in soundtechnischer Hinsicht, nahm zahlreiche Einzelspuren auf. Im Tonstudio wurden die Solistenaufnahmen erstellt und dann alles von Profis gemixt und gemastert.

Immer in Angst, dass weitere Einschränkungen und Hygienebestimmungen das Projekt noch gefährden könnten, fanden die Dreharbeiten schließlich am 1. Adventswochenende statt – pünktlich zum ersten Kälteeinbruch. Aufgrund der allgemeinen Maskenpflicht in Schulen zu diesem Zeitpunkt konnte nur unter großem Abstand der Schutz abgenommen werden. Drinnen mussten 2,5 m eingehalten werden, draußen 1,5 m – und das bei zwei Grad Celsius. Aber solche Erlebnisse schweißen zusammen und es wurde viel gelacht, gemeinsam gezittert und doch glückselig der Refrain gesungen und tatsächlich Handlichter geschwungen – dafür hat sich das alles gelohnt! Denn unsere Schülerinnen und Schüler brauchen Ziele, auf die sie hinarbeiten können, gemeinschaftliche Erlebnisse und Traditionen, die gerade in diesen Zeiten gepflegt werden.

Wir danken allen Menschen, die dieses Projekt möglich gemacht und unterstützt haben, den Sponsoren, den Schülerinnen und Schülern, den Musikkolleginnen und -kollegen, den Eltern sowie der Schulleitung. Kultur in Corona – ein kleines Wunder!

 

 

Grußworte von Rolf Zuckowski

Ick frei mi bannig, dat mien Leed „Dat Joahr geiht to Ind“ nu ok as Video in’t Internet to sehen ist. Mit Chor un Orchester von de Harborger Goethe School kriegt de Botschaft ne Kraft för jede Generation, ook för der Kinners.

Eine plattdeutsche Hymne in die Welt zu setzen, war 1977 nicht mein Ziel, als wir „Dat Joahr geiht to Ind“ zum ersten Mal mit der der Finkwarder Speeldeel sangen. Chor und Orchester der Harburger Goethe Schule haben dem Lied mit dem Arrangement von Peter Schuldt ein wundervolles neues Gewand gegeben, mit dem es nun tatsächlich wie eine Hymne klingt. Glücklicher kann ein Hamburger Komponist nicht sein. Danke!